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Technik
🦜🔗 Multi-Agent-MVP · gebaut mit LangGraph

Lohnt sich deine Geschäftsidee?

Ein Team aus sieben KI-Agenten – ein Türsteher, der deine Idee schärft, vier Fachleute (Marktforschung, Finanzen, Recht, Technik), dazu Kritiker und Gesamtbewertung – prüft deine Idee, hinterfragt sich gegenseitig und einigt sich auf ein klares Urteil: GO, Kein GO oder Eskalation. Du gibst jeden Schritt frei; wie das im Detail läuft, steht unter „So funktioniert's". Und wie ein fertiges Ergebnis aussieht, zeigt dir ein echtes Beispiel-Ergebnis — bevor du einen Schlüssel anlegst.

Sieben KI-Agenten · ein Orchestrator · ein Urteil
Der Orchestrator koordiniert das Agenten-Team
Mehr Kontext angeben (optional)
Human-in-the-Loop
Dauert je nach Runden ca. 10–40 Minuten · echte KI-Analyse
⚠️Kein API-Key hinterlegt – für Läufe wird ein Schlüssel benötigt. Bitte in den Einstellungen (⚙️) hinterlegen.
⏸ Pause – deine Entscheidung nötig
Wissen einspeisen
Live-Protokoll der Agenten
Ergebnis
Erstellt von KI-Agenten
⚠️ KI-generiert (Multi-Agenten-System) · ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung · kann Fehler enthalten und ist vor Entscheidungen fachlich zu prüfen.

🪵 LangGraph-Trace

Live-Trace im Terminal-/LangSmith-Stil
trace · langgraph.run
Noch kein Lauf — starte eine Bewertung, der Trace erscheint hier live.

🔧 Technische Details

Auftrag, Abfragen, Antworten, Tokens & Latenz pro Agent
Noch kein Lauf — starte oben eine Bewertung, um den Ablauf zu sehen.

⚙️ Agenten-Konfiguration

System-Prompts, Tools & Modell

Worum geht es bei dieser Anwendung?

Consilium ist ein Team aus sieben KI-Agenten, das deine Geschäftsidee prüft – wie ein Investoren-Gremium: ein Türsteher, vier Fachleute (Markt, Finanzen, Recht, Technik), ein Kritiker und eine Gesamtbewertung, koordiniert von einem Orchestrator aus festem Programmcode. Die Fachleute analysieren unabhängig, kontrollieren sich gegenseitig und einigen sich auf ein Urteil: GO, Kein GO oder Eskalation. Ist sich das Team nicht sicher genug, sagt es das ehrlich – und übergibt die Entscheidung an dich. Der Unterschied zu einem Chat mit ChatGPT & Co.: Hier ist der Prüfprozess garantiert und nachprüfbar – jede Idee durchläuft dieselben Stationen, die Qualitätssicherung ist fest eingebaut, und jeder Schritt steht im Protokoll.

Dauer & Kosten zur Einordnung: Ein vollständiger Referenzlauf (Juli 2026, eine Bewertungsrunde) dauerte rund 14 Minuten und kostete etwa 1 US-Dollar (≈ 217.000 Tokens) über den eigenen Schlüssel. Wie ein fertiges Ergebnis aussieht, zeigt das echte Beispiel-Ergebnis – ganz ohne Schlüssel. Wichtig während eines Laufs: das Browserfenster offen lassen – bei Verbindungsabbruch bricht der Lauf ab (Ausnahme: Pausen mit Rückfrage warten geduldig).

Dies ist der MVP (= Minimal-Version zum Ausprobieren) „Geschäftsidee-Bewerter" der Solution Group Multiagentensysteme – ein echtes Multi-Agenten-System: Mehrere spezialisierte KI-Agenten bewerten eine Geschäftsidee aus verschiedenen Fachperspektiven und verdichten ihre Analysen zu einer nachvollziehbaren Gesamtempfehlung. Statt einer Theorie-Diskussion gibt es einen lauffähigen Prototyp, an dem Orchestrierung, Werkzeuge, Qualitätssicherung, Geschwindigkeit und Nachvollziehbarkeit konkret sichtbar werden.

Diese Anwendung ist die LangGraph-Umsetzung des Konzepts. LangGraph ist im Konzeptpapier der Solution Group die strategische Referenzarchitektur für kontrollierte, zustandsbehaftete Orchestrierung – also für genau das, was man für ein prüfbares, auditierbares Agenten-System braucht.

🪜Was ist ein Multi-Agenten-System?

Chatbot, Workflow, Agent – die Begriffe verschwimmen oft. Das Konzeptpapier grenzt fünf Evolutionsstufen ab. Entscheidend ist jeweils: Wer steuert den Lösungsweg?

1 · Chatbot
Modell antwortet im Dialog; der Mensch steuert jeden Schritt.
2 · LLM + Werkzeuge
Modell darf Tools nutzen, aber je einzeln, vom Menschen angestoßen.
3 · Workflow
Fest verdrahtete Kette von Schritten; der Entwickler legt den Pfad fest.
4 · Agent
Bekommt ein Ziel und entscheidet selbst über Werkzeuge und Reihenfolge (Schleife: planen → handeln → prüfen → weiterplanen).
5 · Multi-Agenten-System
Mehrere spezialisierte Agenten mit isolierten Kontexten, gesteuert von einem Orchestrator, kommunizieren über definierte Übergaben.
🪜 Diese Anwendung steht auf Stufe 5.
Entscheidet das System autonom über den Lösungsweg?
Ja – jeder Agent nutzt Werkzeuge eigenständig in einer Schleife.
Nutzt es Werkzeuge in einer geschlossenen Schleife?
Ja – Tool-Calling pro Agent (Markt-, Finanz-, Rechts-Tools).
Operieren mehrere Agenten in isolierten Kontexten?
Ja – jeder Agent sieht nur seine relevanten Informationen; ein Orchestrator koordiniert.

Erst wenn alle drei Fragen mit Ja beantwortet sind, ist es ein echtes Multi-Agenten-System – kein geteilter Chat, in dem ein Modell nacheinander Rollen spielt.

🧩Wie Multi-Agenten zusammenarbeiten – vier Muster

Multi-Agenten-Systeme treten in wiederkehrenden Mustern auf. Eine gute Plattform muss mehrere davon abbilden können – sonst ist sie auf ein einziges Demo-Format überangepasst.

🎩 Expertenrat (De-Bono-Muster) unser Muster
  • Mehrere Spezialisten betrachten dieselbe Aufgabe aus festen Perspektiven, danach wird synthetisiert.
  • Angelehnt an Edward de Bonos „Denkhüte". Didaktisch stark, technisch eher statisch/synchron.
  • Demo-Format dieses MVP.
🔗 Fließband (Sequential Workflow)
  • Linearer, deterministischer Datenfluss: Agent A bereinigt, B analysiert, C formuliert.
  • Ideal für Routineprozesse (E-Mail-Triage, Content-Pipelines).
🐝 Bienenstock (Supervisor / Task-Spawning)
  • Ein Manager-Agent zerlegt ein Ziel zur Laufzeit, erzeugt bedarfsorientiert Subagenten und löst sie wieder auf.
  • Offene Recherche, Engineering.
🔁 Revisor (Generator-Critic-Loop)
  • Ein erzeugender Agent liefert ein Artefakt, ein isolierter Prüf-Agent verweigert die Freigabe, bis alle Beanstandungen abgearbeitet sind.
  • Qualitätssensitive Prozesse. LangGraph ist hierfür die technische Benchmark.
Welches Muster nutzt diese Anwendung?

Diese Anwendung realisiert das Expertenrat-Muster (De-Bono), orchestrator-vermittelt: Ein Orchestrator beauftragt vier Fach-Analysten (Markt, Finanzen, Recht, Technik), sammelt ihre Analysen, prüft Qualitäts-Gates und lässt einen Business-Agenten eine Gesamtempfehlung synthetisieren. Der Ausbau folgt den drei Runden des Konzepts:

1
Runde 1 – Unabhängige Analyse · ✓ heute aktiv
Jeder Spezialist bewertet die Idee parallel/unabhängig mit isoliertem Kontext.
2
Runde 2 – Peer-Review & Konvergenz · ✓ heute aktiv
Jeder Fach-Agent bewertet die anonymisierten Analysen der anderen (Kreuzbewertung). Schwach bewertete Analysen werden in einer Debatte hinterfragt und vom betroffenen Agenten wirklich überarbeitet – danach wird neu bewertet. Konvergenz, bis alle Peer-Scores die Schwelle erreichen; sonst Abbruch nach max. 3 Runden → Eskalation.
3
Runde 3 – Human-in-the-Loop (= ein Mensch prüft und entscheidet mit) · ✓ heute aktiv
Der Mensch greift gezielt ein, speist Wissen ein, das System re-synthetisiert.

Die „De-Bono-Falle": Ein System, das nur dieses eine Muster kann, wäre überangepasst. Die Architektur bleibt bewusst offen für Fließband-, Bienenstock- und Revisor-Muster.

🧠Was macht die Anwendung?

Ein vorgelagerter Idee-Aufnahme-Agent schärft zunächst die Eingabe (bessere Idee → bessere Analysen) – mit Human-in-the-Loop wartet die Analyse an einer Prüf-Karte auf deine Freigabe. Dann koordiniert der Orchestrator die spezialisierten Fach-Agenten. Sie bewerten die Geschäftsidee nacheinander, wobei die Gesamtbewertung auf den Ergebnissen der vier Analysen (Markt, Finanzen, Recht, Technik) aufbaut – nachdem ein Kritiker deren Confidence (= wie sicher sich ein Agent seiner eigenen Analyse ist) unabhängig geprüft hat und die Fach-Agenten sich in einer anonymen Peer-Kreuzbewertung gegenseitig bewertet und schwach bewertete Analysen überarbeitet haben. Zum Schluss prüft der Orchestrator Quality Gates und stellt ein Urteil samt Audit-Trail zusammen:

🎛️ Orchestrator
Beauftragt & koordiniert
🎯 Idee-Aufnahme
Schärft die Eingabe (Readiness, Annahmen)
🔎 Marktforschung
Markt, Wettbewerb & Zielgruppe
📈 Finanzanalyse
Umsatz, Kosten & Rentabilität
⚖️ Rechtsanalyse
DSGVO, Regulatorik & Risiken
🛠️ Technische Machbarkeit
Umsetzbarkeit, Technikrisiko, Zeitrahmen
🔍 Kritiker
Confidence-Prüfung
🤝 Peer-Review ⟲
Anonyme Kreuzbewertung + Nachbesserung
🧩 Gesamtbewertung
Synthese & Urteil

Am Ende liefert der Orchestrator ein Verdict (GO / Kein GO / Eskalation), Quality Gates (Confidence-Schwellen inkl. Peer-Kopplung, Rechts-Ampel, techn. Machbarkeit) und einen nachvollziehbaren Audit-Trail.

🏗️Wie diese Anwendung aufgebaut ist

Klar getrennte Verantwortungsbereiche – das macht die Architektur als Blaupause übertragbar. Die Schritte laufen bewusst nacheinander, nicht parallel: Spätere Analysen bauen auf früheren auf (die Finanzanalyse rechnet z. B. mit den Marktzahlen der Marktforschung weiter). An zwei Stellen (🧑) sitzt der Mensch in der Schleife.

🎛️ Orchestrator
Start
🎯 Intake
Idee-Aufnahme
🧑 Prüf-Karte
Du prüfst, korrigierst, gibst frei
🔎 Research
Marktforschung
📈 Finance
Finanzanalyse
⚖️ Legal
Rechtsanalyse
🛠️ Engineering
Technische Machbarkeit
🔍 Kritiker
Confidence-Prüfung
🤝 Peer-Review ⟲
Kreuzbewertung · Debatte · Nachbesserung
🧩 Business
Gesamtbewertung
🧑 Dein Eingriff
Freigeben oder Wissen einspeisen → betroffene Analysen laufen neu
🎛️ Orchestrator
Abschluss
🎛️ Was der Orchestrator leistet
  • Vergibt eine Bewertungs-ID und eröffnet den Audit-Trail (lückenlose Protokollierung).
  • Stößt die Idee-Prüfung an (mit Human-in-the-Loop erst nach Freigabe an der Prüf-Karte) und beauftragt danach die vier Fach-Analysten; sammelt ihre Analysen samt Confidence.
  • Prüft vier Quality Gates: die Konfidenzschwelle – jeder Agent muss ≥ der Schwelle (Default 0,70, per ⚙️/ENV einstellbar) liegen; Legal-Ampel darf nicht „Rot", die technische Machbarkeit nicht „Kritisch" sein; und es dürfen keine Konflikte aus dem Peer-Review offen geblieben sein.
  • Erstellt das finale Verdict: GO / Kein GO / Eskalation (bei zu geringer Confidence, Legal „Rot" oder Machbarkeit „Kritisch" wird ein „GO" auf „Eskalation" hochgestuft = ein Mensch muss entscheiden; ein bereits entschiedenes „Kein GO" bleibt „Kein GO"). Fail-closed (= im Zweifel lieber abbrechen/eskalieren als ein Ergebnis vortäuschen): fehlt ein Ergebnis oder scheitert ein Agent, wird eskaliert – nie stillschweigend „GO".
  • Verdichtet alles zu einem strukturierten Bericht mit Kennzahlen (Latenz, Tokens).

Konfidenz- & Peer-Review-Schwelle (per ⚙️-Panel oder ENV einstellbar): Jeder Agent bewertet selbst, wie sicher er sich ist. Damit diese Zahl nicht reine Selbsteinschätzung bleibt, prüft ein unabhängiger Kritiker (Revisor-Muster) die Analysen auf Belegbarkeit und Konsistenz und validiert die Confidence. Anschließend bewerten die vier Fach-Agenten die anonymisierten fremden Analysen gegenseitig (Peer-Score, deterministisch aggregiert). Für das Confidence-Gate zählt am Ende immer der schlechtere der beiden Werte (min(eigene Confidence, Peer-Score)) – eine hohe Selbsteinschätzung, die die Peers nicht bestätigen, passiert das Gate also nicht. Liegt eine Analyse unter der Peer-Schwelle (Default 0,70) oder meldet ein Peer einen Kern-Widerspruch zwischen zwei Analysen (auch bei gutem Score), läuft eine Debatte + Nachbesserung (max. 3 Runden). Bleibt danach ein Wert unter der Konfidenzschwelle (Default 0,70), ist die Rechts-Ampel „Rot" oder die technische Machbarkeit „Kritisch", eskaliert das System an einen Menschen – ein bewusstes Sicherheitsnetz. Das gilt jedoch nur für ein bislang positives Urteil: Ist das Business-Urteil bereits „Kein GO", bleibt es „Kein GO" (das Quality-Gates-Panel führt den gerissenen Gate weiterhin als „Eskalation").

📊 Bewertungs-Maßstäbe: wann welcher Wert was auslöst

Drei Wertarten steuern den Ablauf – Confidence (0–1, Selbstsicherheit), Score (1–10, fachliche Bewertung) und Status (kategoriales Urteil). Alle Bänder und Rubriken stehen wörtlich in den System-Prompts; der Status muss zum Score passen. In der Ergebnis-Übersicht oben erscheinen die vier Fach-Dimensionen als Score bzw. Rechts-Ampel und die Confidence des Gesamturteils als Kachel „Urteils-Sicherheit" – gemeint ist, wie belastbar das Urteil ist (die geprüfte Gesamt-Confidence), nicht IT-/Datensicherheit.

ConfidenceBedeutung
0,80–1,00belegt, konsistent, vollständig
0,60–0,79solide, einzelne unbelegte Zahlen
0,30–0,59wesentliche Lücken
< 0,30kaum belastbar
Score 1–10→ Status
Finanzen 1–3 / 4–6 / 7–10Nicht tragfähig / Bedingt / Tragfähig
Technik 1–3 / 4–7 / 8–10Kritisch / Machbar mit Risiken / Machbar
Markt 1–3 / 4–5 / 6–7 / 8–10kein Markt … groß & differenzierbar
Recht (Ampel)Rot / Gelb / Grün

Eine Confidence unter 0,70 (Kritiker-geprüft, mit dem Peer-Score als min(eigene, Peer) gekoppelt) reißt das Gate → Eskalation (ein bereits entschiedenes „Kein GO" bleibt „Kein GO"; das Gate-Panel bleibt trotzdem „Eskalation"). Für ein GO müssen alle vier Dimensionen tragfähig sein (Markt ≥ 6/10, Finanzen nicht „Nicht tragfähig", Recht ≠ Rot, Technik ≠ Kritisch), jede geprüfte Confidence ≥ 0,70 liegen und es darf kein Konflikt aus dem Peer-Review offen sein (viertes Gate).

LangGraph · StateGraphFastAPIClaudeLangSmith-TracingLive-Trace (SSE)Docker · Coolify

🤝Runde 2 im Detail: anonyme Peer-Kreuzbewertung & Konvergenz

Statt dass ein einzelner Richter über die Qualität entscheidet, bewerten die vier Fach-Agenten sich gegenseitig – nach dem Vorbild von Andrej Karpathys „LLM Council", von uns an mehreren Stellen verschärft. Der Ablauf einer Runde:

1
Anonyme Kreuzbewertung
Jeder Fach-Agent bewertet die drei fremden Analysen – anonymisiert als „Analyse A/B/C", die Reihenfolge wird pro Runde neu gemischt. Eine Selbst-Bewertung ist damit strukturell unmöglich; kein Agent weiß, welche Analyse zu welcher Disziplin gehört.
2
Deterministische Aggregation
Aus den Einzelbewertungen rechnet reiner Python-Code je Analyse einen Peer-Score. Fail-closed: zu wenige valide Bewertungen → Score 0,0 (unter jeder Schwelle), nie ein optimistischer Default.
3
Debatte bei Dissens oder Widerspruch
Erreichen alle Analysen die Schwelle schon in Runde 1 und meldet kein Peer einen Kern-Widerspruch, wird die Debatte übersprungen (kein Text-Theater). Sonst werden die schwachen Analysen – oder solche mit einem gemeldeten Kern-Widerspruch zwischen zwei Analysen (auch bei gutem Score) – mit den konkreten Peer-Beanstandungen konfrontiert.
4
Echte Nachbesserung
Der betroffene Agent überarbeitet seine Analyse und Confidence wirklich – danach bewerten die Peers die korrigierte Fassung erneut. So ist die Konvergenz inhaltlich verankert, nicht bloß eine geänderte Zahl.
🪜 Ehrliche Eskalationstreppe
  • Pro Runde: Kreuzbewertung → (bei Bedarf) Debatte → Nachbesserung → erneute Kreuzbewertung.
  • Erreichen alle Peer-Scores die Schwelle und ist kein Kern-Widerspruch offen → weiter zur Gesamtbewertung.
  • Nach maximal 3 Runden ohne Konsens: ehrliche Eskalation an den Menschen – keine vorgetäuschte Auflösung.
  • Das finale Confidence-Gate koppelt min(eigene Confidence, Peer-Score) je Analyse (fail-closed).
⚙️ Deterministisch (kein LLM)
  • Aggregation der Peer-Scores
  • Quality Gates & Verdict-Kaskade
  • Routing- / Konvergenz-Entscheidung (Schwellenvergleich)
  • Anonymisierung & Label-Mischung
🤖 LLM-Entscheidung
  • Die einzelnen Peer-Bewertungen (Score + Beanstandungen)
  • Die überarbeiteten Analysen & deren Confidence
  • Die Debatten-Texte (Challenge & Antwort)

Abschaltbar per ENABLE_PEER_REVIEW=false – dann greift die frühere Ein-Richter-Mechanik (Kritiker-Nachbewertung) als Fallback.

🆕Was ist neu (06.–07.07.) – und warum

Diese Version ist das Ergebnis eines strukturierten Qualitätschecks. Wir legen offen, was der Auslöser war, was sich geändert hat und woher die Ideen stammen – Nachvollziehbarkeit ist Teil der Blaupause.

🔍 1 · Der Auslöser: ein nächtlicher Qualitätscheck

Eine vollständige Lesung aller Kerndateien (Lead + sechs unabhängige Analyse-Agenten) deckte ehrliche Schwächen auf: die Konvergenz hing an einem einzelnen Richter; die Analysen selbst wurden nie überarbeitet (die Diskussion änderte nur Zahlen, keine Berichte – „eingefrorene Analysen"); einige Fach-Tools lieferten Demo-Konstanten (inzwischen auf Live-Recherche umgestellt); und mehrere Quality Gates prüften nur negativ (fail-open-Form).

🔧 2 · Was geändert wurde
  • Diskussion mit Zahlenwirkung: Themen werden aus den echten Analysen + Kritiker-Flags abgeleitet (statt hartkodierter Demo-Pläne); der Kritiker bewertet nach jeder Runde nach – nie über die ursprüngliche Selbsteinschätzung hinaus.
  • Status-Härtung: Whitelist je Agent + tolerante Präfix-Zuordnung; Quality Gates prüfen jetzt als Positiv-Whitelist – ein unbekannter/leerer Status besteht nie mehr still.
  • Rechnende Finance-Tools: Umsatz, Unit Economics und 3-Jahres-Prognose werden deterministisch aus den Annahmen des Agenten berechnet und legen ihre Herleitung offen; die übrigen Recherche-Tools (Markt, Wettbewerb, Pricing, Recht) recherchieren inzwischen live (Perplexity → Anthropic-Modellwissen → n/a) statt Referenzwerte zu liefern.
  • Peer-Review-Konvergenzschleife: die oben beschriebene anonyme Kreuzbewertung mit echter Nachbesserung – ersetzt die Ein-Richter-Konvergenz und taut die „eingefrorenen" Analysen auf.
🧭 3 · Herkunft & Nachvollziehbarkeit

Das Peer-Review-Muster ist an Andrej Karpathys „LLM Council" angelehnt, aber gezielt verbessert: strukturell unmögliche Selbst-Bewertung (Anonymisierung + Selbst-Ausschluss), durchgängig Structured Outputs statt Regex-Parsing und ein konsequent fail-closed gerechneter Aggregat-Score. Alle Entscheidungen wurden gemeinsam am 06.07. getroffen.

Primärquellen im Repository: TECHDOKU_QUALITAETSCHECK_2026-07-06.md (Befunde des Qualitätschecks) und SPEC_PEER_REVIEW_KONVERGENZ_2026-07-06.md (Spezifikation der Peer-Review-Schleife).

✍️ 4 · Nachschärfung der Agentenanweisungen (07.07.)

Nach einem vollständigen Audit aller System-Prompts (AGENTEN_PROMPT_ANALYSE_2026-07-07.md) wurden die Anweisungen in acht Paketen präziser gemacht – der Ablauf blieb gleich:

  • Kalibrier-Bänder & Score-Rubriken: gemeinsame Confidence-Bänder für alle bewertenden Agenten, feste 1–10-Rubriken mit Kopplung an den Status (siehe „Bewertungs-Maßstäbe" oben); Schwellen werden aus der Konfiguration in die Prompts interpoliert (kein Drift).
  • Kern-Widersprüche lösen die Debatte aus: Meldet ein Peer einen unvereinbaren Wert zwischen zwei Analysen (z. B. abweichende Kostensätze), wird das als offener Konflikt behandelt – auch wenn beide Scores über der Schwelle liegen. Ausgelöst durch einen Live-Lauf, in dem genau so ein Widerspruch bisher unbemerkt beim Menschen landete.
  • Kritiker vollständig auf Structured Output: Erstprüfung und Nachbewertung laufen jetzt über erzwungene Schema-Werkzeuge (SubmitCriticReview/SubmitRescore) statt Text-JSON – kein Regex-Parsen mehr.
  • Fail-closed geschärft: Tote/leere Vorgänger-Analysen zwingen Confidence 0,0 und Eskalation; Business-Urteilsregeln (GO / Kein GO / Eskalation) sind je Dimension operationalisiert.

🧠Wissensspeicher (Second Brain)

Die Recherche-Agenten arbeiten nicht bei null: Marktforschung (immer als erster Analyse-Schritt) und Technik (bei Bedarf) konsultieren einen wachsenden Markdown-Wissensspeicher – frühere Erkenntnisse, SaaS-Benchmarks und Compliance-Wissen liegen als Notizen bereit und fließen über das Werkzeug search_memory in die Bewertung ein. Nach jedem abgeschlossenen Lauf schreibt das System eine kurze Learning-Notiz zurück, sodass der Speicher mit jeder Bewertung reicher wird.

Bewusst datei-basiert statt RAG: einfache Markdown-Dateien wie in einem Zettelkasten – transparent, versionierbar und ohne Embedding-Infrastruktur. Der Marktforschungs-Agent ergänzt seinen Bericht bei Treffern um den Abschnitt „Aus dem Wissensspeicher".

⚙️Konfiguration & Sicherheit

Verhalten und Betrieb steuert man über Umgebungsvariablen (z. B. in Coolify hinterlegbar) – ganz ohne Code-Änderung. Wichtig: Keys (Anthropic, Perplexity), Modell/Effort je Agent und LangSmith-Tracing setzt du stattdessen pro Sitzung im ⚙️-Panel; diese übersteuern die gleichnamigen Variablen. In Coolify brauchst du daher nur die Verhaltens-/Sicherheits-Variablen. Die vollständige Referenz:

VariableDefaultZweck
USE_LLMtrueLäufe aktivieren (ohne Key bzw. false → kein Lauf, es gibt keinen Demo-/Mock-Modus)
REQUIRE_BYOKtrueNur der in den Einstellungen hinterlegte Key wird genutzt (kein ENV-Fallback)
ANTHROPIC_MODELclaude-sonnet-4-6Standard-Modell (pro Agent in den Einstellungen übersteuerbar)
RESEARCH_MODELBUSINESS_MODEL= StandardModell je Agent (auch in der UI wählbar)
ANTHROPIC_EFFORT · <AGENT>_EFFORTmediumReasoning-Effort (low/medium/high/xhigh/max) je Agent, in der UI „Standard (Medium)"; Haiku ohne Effort, Sonnet ohne xhigh
CONFIDENCE_THRESHOLD0.70Mindest-Confidence je Agent; darunter → Eskalation
ENABLE_PEER_REVIEWtrueAnonyme Peer-Kreuzbewertung + Konvergenzschleife (Default); false → alte Ein-Richter-Mechanik
PEER_SCORE_THRESHOLD0.70Peer-Score-Schwelle für Konvergenz; darunter → Debatte + Nachbesserung
PEER_MIN_VALID2Mindestzahl valider Peer-Bewertungen je Analyse, sonst fail-closed (Score 0,0)
PEER_GATE_ENABLEDtrueConfidence-Gate koppelt min(eigene Confidence, Peer-Score)
ENABLE_REASSESStrueSchwach bewertete Analysten überarbeiten Analyse + Confidence wirklich
MAX_DISCUSSION_ROUNDS3Max. Runden der Konvergenzschleife, danach Abbruch → Eskalation
DISCUSSION_THRESHOLD0.70Nur Fallback-Modus (ENABLE_PEER_REVIEW=false): löst weitere Diskussionsrunden aus
INTAKE_QUESTION_THRESHOLD0.75Readiness darunter (+ HITL) → Idee-Aufnahme stellt Rückfragen
ENABLE_CRITICtrueKritiker-Agent aktiv (validiert die Confidence unabhängig)
CRITIC_MAX_DOWNGRADE0.30Maximale Confidence-Abwertung durch den Kritiker (Aufwertung gesperrt)
PERPLEXITY_API_KEY / PERPLEXITY_MODEL— / sonarEchte Recherche für den Marktforschungs-Agenten
MEMORY_DIR / MEMORY_WRITEmemory_store / trueWissensspeicher-Pfad & Learning-Notizen schreiben
ANTHROPIC_MAX_TOKENS4000Token-Limit pro Aufruf (Bericht + strukturierte Ausgabe)
APP_PASSWORDPasswortschutz der gesamten Oberfläche
APP_AUTH_ENABLEDtrueMaster-Schalter für den Passwortschutz: false schaltet ihn AUS (Seite frei zugänglich), ohne APP_PASSWORD löschen zu müssen; wieder true/entfernen → Schutz an
LANGCHAIN_TRACING_V2 / LANGCHAIN_API_KEYOptionales LangSmith-Tracing
🔒 Sicherheit & Robustheit
  • BYOK-only: Ein server-seitiger Schlüssel wird für Läufe nicht genutzt – nur der in den Einstellungen (⚙️) hinterlegte Key. Ohne Key sind keine Läufe möglich (kein Demo-/Mock-Modus).
  • Schlüssel bleiben privat: API-Keys liegen nur in der Browser-Sitzung und im jeweiligen Request – nie in Zustand, Protokoll, Trace, Logs oder Prozess-Cache.
  • Prompt-Injection-Härtung: Nutzereingaben werden als Daten behandelt (klar abgegrenzt, Längenlimits), Agenten ignorieren darin enthaltene Anweisungen.
  • Werkzeug-Whitelist: Jeder Agent darf ausschließlich seine freigegebenen Werkzeuge nutzen.
  • XSS-Schutz: Agenten-/Web-Inhalte werden vor der Anzeige durch DOMPurify bereinigt – eingeschleustes HTML/JavaScript kann nicht ausgeführt werden.
  • Structured Outputs: Confidence & Status kommen als typisiertes Schema zurück (Werkzeuge SubmitAnalysis, SubmitPeerReview, SubmitCriticReview, SubmitRescore) – kein fragiles Text-/Regex-Parsen.
  • Fail-closed: Fehlt ein Ergebnis, scheitert ein Agent oder ist ein Format ungültig, wird eskaliert – nie stillschweigend „GO". Ein einzelner Agenten-Fehler bricht den Lauf nicht ab (sauberer Fehler-Event statt Absturz).
  • Ehrliches Grounding: „quellenbelegt" wird nur angezeigt, wenn tatsächlich eine echte Web-Recherche (Perplexity) gelaufen ist – kein Vortäuschen bei Fallback.
  • Sitzungsschutz: Optionaler Passwortschutz (APP_PASSWORD) mit ablaufendem, signiertem Session-Token; Eingriffs-Ziele beim Fortsetzen gegen eine Whitelist geprüft.
  • Datenschutz der Idee: Die Idee geht zur Analyse an die Anthropic-API (Eingaben werden dort laut API-Bedingungen standardmäßig nicht zum Training verwendet); mit Perplexity-Schlüssel gehen Recherche-Anfragen mit Kernbegriffen an Perplexity. Der laufende Bewertungsvorgang liegt nur im Arbeitsspeicher. Dauerhaft bleibt eine kurze Lern-Notiz pro Lauf (Idee auf ~150 Zeichen gekürzt, Urteil, Sicherheit, Rechts-Ampel) im gemeinsamen Wissensspeicher der Instanz – für spätere Läufe (auch anderer Nutzer) auffindbar; abschaltbar via MEMORY_WRITE=false.
🧭 Was gehört wohin? (UI vs. Coolify)
  • Im ⚙️-Panel (pro Sitzung, übersteuert Coolify): Anthropic-Key (Pflicht – ohne ihn kein Lauf), Perplexity-Key (für echtes Grounding), Modell & Effort je Agent, LangSmith-Tracing (Schalter, Key, Projekt, Endpoint).
  • Im ⚙️-Panel ebenfalls (Abschnitt „Ablauf & Schwellen", pro Sitzung): Max. Runden, Confidence-Schwelle, Peer-Score-Schwelle — übersteuern die gleichnamigen Coolify-Variablen (CONFIDENCE_THRESHOLD, PEER_SCORE_THRESHOLD, MAX_DISCUSSION_ROUNDS).
  • Nur in Coolify (kein UI-Override): weitere Peer-/Kritiker-Schalter (z. B. CRITIC_MAX_DOWNGRADE, ENABLE_PEER_REVIEW) und Betrieb/Sicherheit (APP_PASSWORD, REQUIRE_BYOK, USE_LLM, MEMORY_WRITE …).
  • Minimal-Setup (reiner Web-Betrieb): in Coolify genügt APP_PASSWORD; alles andere kommt aus der UI. ANTHROPIC_API_KEY/PERPLEXITY_API_KEY in Coolify sind unter REQUIRE_BYOK=true für Web-Läufe wirkungslos.

Die vollständige Liste aller Variablen samt Vorrangs-Tabelle steht in der README des Repositories („Einstellungen: Web-UI vs. Coolify").

👥Die Agenten im Detail

🎛️ Orchestrator koordiniert 🎛️ Feste Logik (Python) · kein KI-Modell
Rolle: Koordination & Qualitätssicherung (kein eigener LLM-Aufruf)
  • Eröffnet den Audit-Trail, stößt die Idee-Prüfung an und beauftragt danach die vier Fach-Analysten (mit Human-in-the-Loop erst nach Freigabe an der Prüf-Karte)
  • Lässt die Confidence vom Kritiker gegenprüfen und sammelt Analysen, geprüfte Confidence-Werte und Rechts-Ampel ein
  • Prüft Quality Gates und stellt ein finales Verdict zusammen
  • Führt einen nachvollziehbaren Audit-Trail über den ganzen Lauf
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🎯 Idee-Aufnahme vorgelagert 🤖 KI-Agent
Rolle: Idea Intake · schärft die Eingabe (bewertet nicht)
  • Läuft vor den Analysten und strukturiert die Roh-Idee
  • Formuliert Kernidee, Zielgruppe, Problem, Lösung, Erlösmodell und Zeitrahmen präzise
  • Füllt Lücken mit ausdrücklich gekennzeichneten Annahmen (im Audit sichtbar)
  • Vergibt einen Readiness-Score – je schärfer die Idee, desto besser arbeiten alle Agenten
  • Prüfschritt (mit Human-in-the-Loop): Klick 1 prüft die Idee, dann pausiert der Lauf immer mit einer Prüf-Karte – dem geschärften Briefing, direkt editierbar. Erst Klick 2 „Analyse starten" lässt die Fach-Agenten laufen. Bei vager Idee stehen dort zusätzlich Rückfragen. Ohne HITL läuft die Bewertung ungebremst mit den Annahmen.
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🔎 Marktforschung 🤖 KI-Agent
Rolle: Senior Market Research Analyst
  • Schätzt Marktgröße (TAM) und Wachstum
  • Identifiziert Wettbewerber, Stärken & Schwächen
  • Analysiert Zielgruppen und Zahlungsbereitschaft
  • Bewertet Chancen, Risiken und Marktreife (1–10)
web_searchget_market_dataanalyze_competitors
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📈 Finanzanalyse 🤖 KI-Agent
Rolle: CFO-Level Financial Analyst
  • Modelliert Umsatz über 3 Jahre
  • Berechnet Akquisekosten (CAC) und Kundenwert (LTV)
  • Ermittelt Break-even und Kapitalbedarf
  • Baut auf den Marktdaten des ersten Agenten auf
calculate_financialsanalyze_unit_economicsget_pricing_benchmarksbuild_3year_projection
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⚖️ Rechtsanalyse 🤖 KI-Agent
Rolle: Legal & Compliance Analyst
  • Prüft DSGVO- und Datenschutz-Anforderungen
  • Ermittelt einschlägige Regulatorik (z. B. EU AI Act) und Lizenzen
  • Bewertet Rechtsrisiken nach Schweregrad und Minderung
  • Vergibt eine Compliance-Ampel: Grün / Gelb / Rot
check_gdpr_complianceget_regulatory_requirementsassess_legal_risk
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🛠️ Technische Machbarkeit 🤖 KI-Agent
Rolle: CTO / Principal Engineer
  • Bewertet die technische Umsetzbarkeit unabhängig
  • Kern-Herausforderung, Architektur & Build-vs-Buy, kritische Abhängigkeiten
  • Technische Risiken, Team/Skills, Realismus des Zeitrahmens, Skalierung
  • Vergibt ein Verdict: Machbar / Machbar mit Risiken / Kritisch
web_searchsearch_memory
Details ansehen →
🔍 Kritiker Revisor-Muster 🤖 KI-Agent
Rolle: Qualitätssicherung · unabhängiger Revisor
  • Läuft nach den vier Analysen und vor der Peer-Kreuzbewertung
  • Prüft Markt-, Finanz-, Rechts- und Machbarkeitsanalyse unabhängig auf Qualität
  • Validiert die selbst gemeldete Confidence und wertet bei Bedarf ab (Aufwertung gesperrt)
  • So basieren Peer-Review, Debatte & Quality Gates auf geprüften Werten
Details ansehen →
🧩 Gesamtbewertung 🤖 KI-Agent
Rolle: Business Synthesis & Empfehlung (kein Tool)
  • Erhält Markt-, Finanz-, Rechts- und Machbarkeitsanalyse samt Peer-Scores als Eingabe
  • Verknüpft die vier Perspektiven und benennt Konfliktpunkte
  • Gibt ein klares Urteil ab: GO / Kein GO / Eskalation
  • Formuliert eine kurze Empfehlung samt Confidence
Details ansehen →

Die Finance-Werkzeuge rechnen deterministisch aus den Annahmen des Agenten und legen die Herleitung offen; die Markt-/Wettbewerbs-/Pricing-/Rechts-Tools recherchieren live (Perplexity, wenn ein Perplexity-Key hinterlegt ist; sonst Anthropic-Modellwissen, gekennzeichnet; sonst n/a). In den Tests wird die LLM-Grenze gestubbt (deterministisch) – geprüft wird die Orchestrierung.

🧪Test-Szenario

Alle Frameworks werden mit demselben Beispiel geprüft, damit die Ergebnisse vergleichbar sind:

„KI-gestützter Kundensupport-Chatbot für KMU"
  • Zielmarkt: kleine & mittlere SaaS-Unternehmen (50–500 Mitarbeitende)
  • Problem: heutige Support-Tools sind aufwändig in Setup und Training
  • Lösung: KI-natives Support-System mit 1-Klick-Setup, lernt aus Firmenwissen
  • Zeitrahmen: MVP in 3 Monaten, 100 Kunden in 12 Monaten

🎯Was wird bewertet?

1
Orchestrierung
Koordiniert das Framework mehrere Agenten zuverlässig?
2
Werkzeuge
Können Agenten Tools aufrufen und Ergebnisse nutzen?
3
Output-Qualität
Stimmt die Struktur der Ergebnisse?
4
Nachvollziehbarkeit
Sieht man, was jeder Agent getan hat? (siehe „Technik")
5
Geschwindigkeit
Wie lange dauert ein Durchlauf? (Latenz wird gemessen)
6
Aufwand
Wie viel Code/Konfiguration war nötig?

🗺️Hintergrund & Stack

Die Solution Group Multiagentensysteme baut diesen MVP als Blaupause: Jedes Mitglied soll danach ein eigenes Multi-Agenten-System nach demselben Muster aufsetzen können. Nach einer strukturierten Bewertung von zwölf Frameworks fiel die Entscheidung bewusst auf LangGraph – ausschlaggebend war die Nachvollziehbarkeit: Jeder Schritt, jede Zwischenentscheidung und jeder Werkzeug-Aufruf der Agenten ist einsehbar, ohne dass man das selbst nachbauen müsste. Das Claude Agent SDK war einer der geprüften Finalisten. Diese Anwendung ist die LangGraph-Referenzumsetzung. Ziel ist eine Live-Demo für die Solution Group.

LangGraph · StateGraphFastAPIClaudeLangSmith-TracingLive-Trace (SSE)Docker · Coolify

Quelle: Konzeptpapier „Auswahl einer Multi-Agenten-Plattform", Solution Group (A. Friedrich). Technische Rohdaten jedes Laufs über den „Technik"-Schalter, die rohe API unter /docs.

Häufige Fragen (FAQ)

Kurze Antworten in Alltagssprache – ganz ohne Technik-Vorwissen. Klicke auf eine Frage, um die Antwort aufzuklappen.

Fragen & Antworten

Warum nicht einfach ChatGPT fragen?

ChatGPT ist ein einzelner Gesprächspartner, der dir in einem Rutsch antwortet. Hier analysieren vier Fachleute getrennt (Markt, Finanzen, Recht, Technik), benoten sich gegenseitig anonym und müssen schwache Analysen wirklich überarbeiten; ein Kritiker darf Bewertungen nur senken, nie schönen. Am Ende prüfen feste Regeln das Urteil – und wenn das Team unsicher ist, bekommst du kein geschöntes Ergebnis, sondern eine ehrliche Übergabe an dich.

Kann sich das System irren?

Ja – KI-Analysen können Fehler enthalten, auch hier. Deshalb ist jedes Urteil begründet und im Protokoll nachprüfbar, bei Unsicherheit sagt das System ehrlich „Eskalation" statt ein GO vorzutäuschen, und du kannst jederzeit eingreifen. Es ist eine Entscheidungshilfe, kein Ersatz für die eigene Prüfung.

Warum dauert eine Bewertung 10–40 Minuten?

Die Agenten arbeiten nacheinander, recherchieren live im Web und benoten sich anschließend gegenseitig; schwach bewertete Analysen werden überarbeitet und neu benotet – standardmäßig bis zu drei Runden. Jede zusätzliche Runde verlängert die Laufzeit direkt. Gründlichkeit geht hier vor Tempo; wenn es schneller gehen soll (z. B. für eine Vorführung), kannst du in den Einstellungen die maximale Rundenzahl auf 1 begrenzen – das verkürzt den Lauf deutlich. Zur Einordnung: Ein vollständiger Referenzlauf (Juli 2026, eine Bewertungsrunde) dauerte rund 14 Minuten. Zum Vergleich: Ein menschliches Expertenpanel braucht dafür Wochen.

Was kostet ein Durchlauf?

Die Anwendung selbst kostet nichts – du zahlst nur die KI-Nutzung über deinen eigenen Schlüssel. Nach jedem Lauf zeigt die Ergebnis-Übersicht die geschätzten Kosten und verbrauchten Tokens (= Abrechnungseinheiten der KI). Konkretes Beispiel: Ein vollständiger Referenzlauf (Juli 2026) kostete rund 1 US-Dollar bei etwa 217.000 Tokens. Je nach Rundenzahl und Modellwahl liegt ein Lauf typischerweise zwischen unter einem und wenigen US-Dollar.

Gibt es einen Demo-Modus?

Nein – jeder Lauf ist echt, mit echten KI-Aufrufen über deinen eigenen Schlüssel. Einen Demo- oder Mock-Modus gibt es bewusst nicht: Vorgetäuschte Ergebnisse wären genau die Blackbox, die dieses Projekt vermeiden will. Wer erst einmal nur schauen möchte, findet unter einem echten Beispiel-Ergebnis einen vollständigen, unveränderten Lauf – ganz ohne Schlüssel.

Was ist der API-Schlüssel und woher bekomme ich ihn?

Ein persönlicher Zugangscode für die Claude-KI von Anthropic – du erstellst ihn auf console.anthropic.com (dort hinterlegst du auch Guthaben). Der Schlüssel bleibt in deiner Browser-Sitzung und wird von dieser Anwendung weder gespeichert noch protokolliert.

Wo landet meine Geschäftsidee? Kann sie jemand mitlesen?

Deine Idee wird zur Analyse an den KI-Dienst von Anthropic geschickt – über deinen eigenen Schlüssel. Hast du zusätzlich einen Perplexity-Schlüssel hinterlegt, gehen auch Recherche-Anfragen mit Kernbegriffen deiner Idee an diesen Suchdienst. Der laufende Bewertungsvorgang selbst liegt nur im Arbeitsspeicher des Servers und ist nach einem Neustart weg. Dauerhaft speichert der Server nur eine kurze Lern-Notiz pro Lauf: die auf rund 150 Zeichen gekürzte Idee, das Urteil, die Sicherheit und die Rechts-Ampel. Wichtig zu wissen: Diese Notiz liegt im gemeinsamen Wissensspeicher der Installation – spätere Bewertungen (auch anderer Nutzer derselben Instanz) können auf sie stoßen. Für vertrauliche Ideen kann der Betreiber das Mitschreiben abschalten. Anthropic verwendet Eingaben über die API standardmäßig nicht zum Training seiner Modelle. Dein Schlüssel wird weder gespeichert noch protokolliert.

Was bedeutet GO, Kein GO und Eskalation?

GO: Alle vier Fachbereiche (Markt, Finanzen, Recht, Technik) tragen und alle Beteiligten sind sicher genug. Kein GO: Mindestens ein Fachbereich trägt nicht – fachlich begründet. Eskalation: Das System ist sich nicht sicher genug und gibt die Entscheidung bewusst an einen Menschen ab, statt zu raten – das ist kein Fehler, sondern ein Qualitätsmerkmal. Beispiel aus einem echten Testlauf: Markt- und Finanzanalyse lagen mit 63 % bzw. 57 % unter der 70-%-Schwelle und vier Widersprüche blieben offen – also Eskalation statt eines geratenen Urteils.

Was heißt „Urteils-Sicherheit 70 %" – ist das gut?

Jeder Agent gibt an, wie belastbar seine eigene Analyse ist (0–100 %) – nach festen Kriterien: Sind die Zahlen belegt oder geschätzt? Ist die Analyse in sich stimmig? Für ein GO müssen alle Agenten über 70 % liegen, und es zählt immer der schlechtere von zwei Werten: die Selbsteinschätzung oder die Note der anderen Agenten. Liegt einer darunter, wird eskaliert. 70 % ist dabei die Mindestschwelle – ein Urteil mit genau 70 % hat gerade so bestanden; je höher, desto belastbarer.

Muss ich der KI bei ihrer Selbsteinschätzung vertrauen?

Nein – und genau davon geht das System aus. Zunächst zur Entstehung der Zahl: Sie ist kein „Gefühl" des Modells, sondern eine Selbst-Benotung nach fester Rubrik – wie ein Schüler, der seine Arbeit gegen einen Bewertungsbogen hält: Wie viele Kernzahlen sind mit Quelle belegt, wie viele nur geschätzt? Sind Annahmen offengelegt? Ist die Analyse in sich stimmig? Das Ergebnis muss in feste Bänder einsortiert werden (z. B. „belegt und konsistent" = 80–100 %, „solide mit Lücken" = 60–79 %).

Trotzdem könnte die KI sich zu wohlwollend benoten – deshalb steht die Zahl nie allein: Ein Kritiker prüft sie nach denselben Kriterien und darf sie ausschließlich senken, nie anheben. Drei anonyme Kollegen-Agenten benoten die Analyse unabhängig dagegen. Und am Ende zählt immer der schlechteste Wert aus Selbst- und Fremdeinschätzung – Schönreden kann das Ergebnis also nur verschlechtern, nie verbessern. Dass das funktioniert, zeigt unser Referenzlauf: Das System ließ sich selbst durchfallen (Finanzanalyse 57 %, Marktanalyse 63 %) und eskalierte ehrlich an den Menschen. Vertrauen entsteht hier nicht durch die Zahl, sondern durch die Kontrollen um sie herum.

Es gibt zwei 70-%-Schwellen – was ist der Unterschied?

Richtig, es sind zwei verschiedene Wachen, die zufällig denselben Standardwert haben (beide vom Betreiber einstellbar). Die Peer-Score-Schwelle wirkt mitten im Lauf: Bekommt eine Analyse von den drei anonymen Kollegen-Bewertungen im Schnitt weniger als 70 % – oder meldet ein Bewerter einen echten Widerspruch zwischen zwei Analysen –, gibt es eine Aussprache, der betroffene Agent bessert nach, und es wird neu benotet. Sie entscheidet also, ob nachgearbeitet wird.

Die Konfidenzschwelle wirkt ganz am Ende als erstes Quality Gate: Für jeden Agenten muss der schlechtere Wert aus Selbsteinschätzung und Kollegen-Note mindestens 70 % erreichen, sonst gibt es kein GO, sondern die Übergabe an den Menschen. Sie entscheidet, ob dem Urteil zu trauen ist. Im Bild: Die eine ist die Nachprüfung während der Klausur („zu schwach – nochmal!"), die andere die Bestehensgrenze am Ende. In unserem Referenzlauf haben beide unabhängig angeschlagen: Die Kollegen-Noten lagen zwar alle über 70 %, aber vier Widersprüche blieben offen und zwei Selbsteinschätzungen (57 % und 63 %) rissen die Bestehensgrenze – also Eskalation.

KI benotet KI – kontrolliert da nicht der Bock den Gärtner?

Dagegen gibt es drei Sicherungen: Die Benotung ist anonym (niemand kann sich selbst loben, niemand schont einen Kollegen), ein eigener Kritiker darf Bewertungen ausschließlich senken, und am Ende zählt stets der schlechtere Wert aus Selbst- und Fremdeinschätzung. Bleibt der Streit bestehen, entscheidet ohnehin ein Mensch.

Woher kommen die Marktdaten – echt oder ausgedacht?

Mit hinterlegtem Perplexity-Schlüssel recherchieren die Agenten live im Web und nennen ihre Quellen. Ohne Schlüssel greift das Modellwissen der KI – dann wird das ausdrücklich gekennzeichnet. Zahlen ohne Quelle müssen die Agenten als eigene Schätzung markieren.

Kann ich eingreifen, wenn das System falsch rechnet?

Ja, an zwei Stellen: Vor dem Start zeigt dir die Prüf-Karte, wie das System deine Idee verstanden hat – du korrigierst und gibst frei. Und mitten im Lauf kannst du Wissen einspeisen („In meiner Branche kostet ein Kunde 120 €, nicht 50 €") – das System wiederholt dann wirklich alle betroffenen Analysen.

Ist das nicht einfach ein KI-Modell, das sieben Rollen spielt?

Nein. Jeder Agent ist eine eigene, getrennte Anfrage an die KI mit eigenem Wissenskontext und eigenen Werkzeugen – der Marktforscher sieht die Finanzanalyse beim Schreiben gar nicht, sondern erst später, anonymisiert, als Gutachter. In der Technik-Ansicht lässt sich das nachprüfen: getrennte Anfragen, getrennte Werkzeuge, getrennte Abrechnungen.

Brauche ich ein LangGraph- oder LangSmith-Konto?

Nein. Du brauchst nur deinen Anthropic-Schlüssel (und optional einen Perplexity-Schlüssel für die Live-Recherche). LangGraph ist die Technik im Hintergrund – dafür registriert man sich nicht. Das optionale LangSmith-Feld im Einstellungs-Panel ist nur für Nutzer, die die Abläufe in ihrem eigenen LangSmith-Konto auswerten wollen.

Kann ich auch ChatGPT oder andere KI-Anbieter verwenden?

Nein – die Agenten laufen auf Claude-Modellen von Anthropic. Du kannst in den Einstellungen pro Agent ein anderes Claude-Modell und den Denk-Aufwand wählen, aber keinen anderen Anbieter. Perplexity ist kein Sprachmodell des Systems, sondern nur die Quelle der Live-Websuche. Andere Anbieter wären eine denkbare Erweiterung.

Steckt eine betriebswirtschaftliche Bewertungsmethode dahinter (z. B. Portfolio-Analyse)?

Nein, bewusst nicht. Die Agenten analysieren frei nach ihrer Fachrolle – mit echten Werkzeugen: Die Finanz-Kennzahlen (Kundenkosten, Kundenwert, Break-even) werden mit richtigen Formeln gerechnet, nicht von der KI geschätzt. Der Anwendungsfall „Geschäftsidee" ist absichtlich austauschbar – gezeigt wird das Muster „Expertenrat mit Qualitätssicherung". Das Ergebnis kann als Vorarbeit in eine professionelle Methoden-Bewertung einfließen.

Kann ich die Agenten oder ihre Werkzeuge selbst anpassen?

Teilweise: Modell und Denk-Aufwand pro Agent stellst du in den Einstellungen um. Die Rollen, Aufgaben und Werkzeug-Listen der Agenten sind dagegen fest eingebaut – wer andere Agenten will, baut nach der Blaupause ein eigenes System.

Warum habt ihr LangGraph gewählt – und nicht ein anderes Werkzeug?

Wir haben zwölf Werkzeuge gesichtet und vier Finalisten nach acht Kriterien bewertet – darunter Transparenz, Eingriffsmöglichkeiten für Menschen, Datenschutz/Betrieb in der EU und Lernkurve. Die Entscheidung fiel bewusst auf LangGraph, weil dort die Nachvollziehbarkeit von Haus aus mitkommt: Man kann jeden Schritt, jede Zwischenentscheidung und jeden Werkzeug-Aufruf der Agenten einsehen, ohne das selbst nachbauen zu müssen. Andere Werkzeuge liefern beeindruckende Ergebnisse, legen aber den Weg dahin nicht offen. Für ein System, dessen Urteil man prüfen können soll, war das der Ausschlag – Transparenz schlägt Magie.

ChatGPT, Claude & Co. arbeiten intern doch auch multiagentisch – wo entsteht hier der Mehrwert?

Stimmt – die großen Chat-Produkte orchestrieren intern längst auch: Bei Deep-Research-Anfragen starten sie Unterprozesse, nutzen Werkzeuge, parallelisieren Suchen. Der Mehrwert liegt also nicht darin, DASS mehrere Agenten arbeiten, sondern WIE: sichtbar, verbindlich und mit Kontrolle. Fünf Unterschiede:

1. Der Prozess ist garantiert, nicht gnädig. Ein Chat-Modell entscheidet selbst, ob es gründlich arbeitet – mal recherchiert es tief, mal antwortet es aus dem Bauch, und nach dem nächsten Update wieder anders. Hier ist der Prüfprozess fest verdrahtet: Jede Idee durchläuft garantiert dieselben Stationen. Das ist der Unterschied zwischen „ein kluger Kollege schaut mal drauf" und „ein definiertes Prüfverfahren wird durchlaufen" – entscheidend, sobald viele Ideen vergleichbar bewertet werden sollen.

2. Qualitätssicherung ist Architektur, nicht Hoffnung. Ein Chat-System hat keinen eingebauten Widerspruch: Es produziert eine plausible Antwort, und niemand benotet sie. Hier ist die Kontrolle institutionalisiert – ein Kritiker, der nur abwerten darf; anonymes Peer-Review, dessen Noten fester Programmcode verrechnet; am Ende zählt das Minimum aus Selbst- und Fremdeinschätzung.

3. Das System darf „Ich weiß es nicht" sagen. Chat-Produkte liefern praktisch immer ein Urteil, auch bei dünner Datenlage. Hier ist Eskalation ein gleichwertiges Ergebnis: Unser Referenzlauf endete genau so – zwei Analysen unter der Sicherheits-Schwelle, also ehrliche Übergabe an den Menschen statt eines geratenen GO.

4. Kontrolle und Nachprüfbarkeit gehören dem Betreiber. Die interne Orchestrierung der großen Produkte ist eine Blackbox – man sieht weder die Zwischenschritte noch kann man Schwellen setzen. Hier: lückenloses Protokoll (jeder Schritt, jedes Werkzeug, jedes Token, die Kosten), einstellbare Schwellen, Werkzeug-Whitelist pro Agent, eigener Schlüssel, eigenes Hosting.

5. Der Mensch ist Prozessschritt, nicht Zuschauer. Im Chat kann man nachträglich widersprechen – dann formuliert das Modell um. Hier ist der Eingriff ein definierter Punkt im Ablauf: Du speist Wissen ein, und die betroffenen Analysen laufen wirklich neu, inklusive neuer Benotung.

Die ehrliche Grenze: Für eine schnelle Einmal-Einschätzung ist ChatGPT besser – schneller, billiger, flexibler. Der Mehrwert entsteht dort, wo ein Urteil wiederholbar, vergleichbar, prüfbar und delegierbar sein muss und Fehler teuer sind. Kurz: Chat-Produkte optimieren auf die beste Antwort – dieses System auf das vertrauenswürdigste Verfahren.

Was ist der Unterschied zu De Bonos sechs Denkhüten?

Die Denkhüte waren unser Vorbild – aber sie sind eine Denkmethode: ein Kopf wechselt nacheinander die Perspektive. Hier sind es sieben getrennte Akteure mit eigenem Wissen, eigenen Werkzeugen und echten Daten, die sich gegenseitig benoten und zur Nacharbeit zwingen können. Ein Hut kritisiert keinen anderen Hut – unsere Agenten schon. Und am Ende entscheidet nicht die Moderation, sondern feste Prüfregeln.

Wie benoten sich die Agenten gegenseitig?

Nach jeder Analyserunde bekommt jeder der vier Fachagenten die drei fremden Analysen anonymisiert vorgelegt – nur als „Analyse A, B, C", jede Runde neu gemischt – und vergibt je eine Bewertung zwischen 0 und 100 % nach festen Kriterien: Sind die Zahlen belegt? Sind Annahmen offengelegt? Ist die Analyse in sich stimmig? Die Endnote einer Analyse ist der Durchschnitt der drei Fremdbewertungen – berechnet von festem Programmcode, nicht von einer KI; ab 70 % gilt sie als bestanden. Fällt eine Analyse durch oder widersprechen sich zwei, gibt es eine Aussprache. Der betroffene Agent überarbeitet seine Analyse wirklich, danach wird neu benotet – maximal drei Runden, dann entscheidet ein Mensch.

Kann ich das Browserfenster während des Laufs schließen?

Bitte nicht – lass das Fenster offen. Die Analyse läuft nur, solange die Verbindung zum Browser steht: Schließt du das Fenster oder lädst die Seite neu, bricht der Lauf ab und der Fortschritt geht verloren. (Einzige Ausnahme: Während einer Pause mit Rückfrage wartet das System geduldig.) Eine Speicherung laufender Bewertungen ist als Ausbaustufe vorgesehen.

Kann ich das Ergebnis speichern oder teilen?

Ja. Unter dem Ergebnis gibt es den Knopf „Gesamtes Ergebnis (Markdown)" – eine Textdatei mit Urteil, allen Analysen, offenen Konflikten und Kennzahlen zum Herunterladen. Daraus lässt sich mit jedem Textprogramm auch ein PDF machen. Wer tiefer schauen will, blendet zusätzlich die Technik-Ansicht mit dem vollständigen Ablaufprotokoll ein.

Welche festen Regeln prüft das System am Ende (Quality Gates)?

Vier Tore, und alle müssen halten: Jede Analyse muss sicher genug sein (mindestens 70 %), die Rechts-Ampel darf nicht auf Rot stehen, die technische Machbarkeit darf nicht „kritisch" sein, und es darf kein Streit zwischen den Agenten offen geblieben sein. Diese Tore sind die letzte, feste Kontrolle durch den Orchestrator. Davor schlägt die Gesamtbewertung das Urteil nach fachlichen Regeln vor – etwa ob der Markt attraktiv genug ist und die Finanzen tragfähig sind. Die Schwelle von 70 % legt übrigens der Betreiber fest, nicht die KI – sie ist einstellbar. Reißt ein Tor, gibt es nie ein GO, sondern die ehrliche Übergabe an den Menschen.

Was macht der Orchestrator – ganz einfach erklärt?

Stell dir eine Kochshow mit sieben Starköchen vor – das sind die KI-Agenten: jeder ein Genie in seinem Bereich. Der Orchestrator ist der Küchenchef-Plan an der Wand: keine Person, kein Genie, sondern ein fest aufgeschriebener Ablauf. Er kocht nie selbst und trifft keine kreativen Entscheidungen – er macht nur drei Dinge: Er sagt, wer als Nächstes dran ist; er prüft am Ende feste Regeln (simple Vergleiche wie „ist 62 % kleiner als 70 %? Ja → Mensch holen"); und er schreibt alles mit, damit man jeden Schritt nachlesen kann. Warum das gut ist: Ein Plan an der Wand entscheidet heute genauso wie morgen – eine KI an dieser Stelle wäre ein launischer Küchenchef. Merksatz: Die KI denkt, aber sie lenkt nicht.

Arbeiten die Agenten gleichzeitig – oder nacheinander?

Nacheinander – wie eine Gruppenarbeit, bei der sich vier Leute ein Laptop teilen. Das dauert länger, hat aber einen Grund: Der Finanz-Agent braucht die Marktzahlen des Marktforschers – gleichzeitig gestartet, müsste er sie sich ausdenken. Und „nacheinander" heißt nicht, dass die Agenten nicht miteinander reden: Erst schreibt jeder seinen Teil allein (ohne beim Nachbarn abzugucken, damit unabhängige Meinungen entstehen), dann benoten sie sich gegenseitig anonym, und nur bei Durchfallern oder Widersprüchen wird diskutiert und nachgebessert. Also keine Chatgruppe, in der alle durcheinanderreden, sondern ein Gremium mit Redeordnung. Merksatz: Getrennt heißt nicht gleichzeitig – erst denkt jeder für sich, dann wird geordnet gestritten.

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